Der heutige Beitrag aus der Reihe „Aktuelle Förderungen für Prozesswärme in D, A, CH“, behandelt die finanziellen Fördermittel der Schweiz. Bei meiner Recherche zu diesem Artikel war meine erste Anlaufstelle natürlich das Schweizer Bundesamt für Energie. Nach mehreren Telefonaten und auch einigen Mailwechseln, habe ich bis heute leider keine klare Aussage zur aktuellen Förderung von Prozesswärme. Schade! Anscheinend steckt das Thema Prozesswärme in der Schweiz noch im Geburtskanal fest. Unverständlich, wenn man sich den Bericht von sonnewindwaerme.de über die Errichtung einer 400 m² großen solarthermischen Anlage bei Zehnder anschaut.

Förderung auf kantonaler und kommunaler Ebene

Wie ich beim SWISSOLAR, Schweizerischer Fachverband für Sonnenenergie, erfahren habe, muss man wissen, dass die Förderungen hier nicht einheitlich geregelt sind. Es gibt also keinen großen Topf auf Bundesebene, wie bei uns in Deutschland oder in Österreich. Vielmehr findet die Förderung auf kantonaler und kommunaler Ebene statt. Die Kantone fördern grundsätzlich die Errichtung einer Solarthermieanlage, zumindest im Gebäudebestand. Darüber hinaus stellen einzelne Gemeinden weitere Fördermittel zur Verfügung. Außerdem kann es auch steuerliche Vergünstigungen für Bauherren einer solarthermischen Anlage geben. Die meisten Kantone fördern übrigens keine Solaranlagen, die zur Erreichung der gesetzlich notwendigen Anforderungen an Gebäuden notwendig sind. Das konnte ich zumindest nach einem Telefonat mit dem schweizer Solarverband und dem Hinweis auf die Förderübersicht für Solarthermie  in Erfahrung bringen.

Die Fördermittel

Die Förderungen und Steuervergünstigungen der Kantone und Gemeinden sind im Einzelnen so unterschiedlich, dass es für genauere Information notwendig ist, die Übersicht, die SWISSOLAR auf seiner Homepage als Pdf-Datei bereithält, abzurufen. Und sich dann mit den zuständigen Energiefachstellen in Verbindung zu setzen. Generell konnte ich aber sehen, dass Anträge für Fördermittel immer vor dem Bau bewilligt sein sollten.

Für kleine und mittelständische Schweizer Unternehme (KMU), kann auch eine Förderung durch die Klimastiftung Schweiz beantragt werden. Eine Stiftung, aus Dienstleistern, die Unternehmen bei der energetischen Modernisierung fördert, unterstützt und berät. Die Bedingungen für eine solche Förderung findet man ebenfalls auf der Homepage der Klimastiftung.

Mit diesem Beitrag schließe ich die Serie „Aktuelle Förderung von Prozesswärme in D, A, CH“. Die Förderungen haben sich im Wesentlichen entwickelt, besonders in Deutschland und Österreich. Gewerbe und Industrie wurden damit finanzielle Investitionen schmackhafter gemacht, als nächstes sind die Akteure am Zug.

Quellen: Swissolar.ch, Klimastiftung Schweiz

Bild: pixelio.de | Eva-Maria Roßmann