Dieser Teil der Serie „Aktuelle Förderung für Prozesswärme in D, A, CH“ befasst sich mit der aktuellen Förderung für Österreich. Laut dem OÖ Energiesparverband (Projekt-Koordinator des SO-PRO), soll auch hier zu Lande in Zukunft die betrieblich genutzte Prozesswärme und auch Kälte eine größere Rolle spielen. Insgesamt steht Österreich übrigens im Bereich der Solarthermie (Gesamtfläche / Kopf) gut da und belegt weltweit sogar den 3. Platz (Stand Juli 2012). Die Bundes-Umweltförderung wurde zuletzt am 1.10.2009 neu geregelt.

Die Bundesumweltförderung

Für thermische Solaranlagen über 100 m² Kollektorfläche, muss die Antragstellung vor Bau-, Errichtungs- bzw. Lieferbeginn, bei der Kommunalkredit Public Consulting GmbH, gestellt werden. Es ist eine Mindestinvestitionssumme zu beachten. Genaue Informationen zur Förderung entnimmt man am besten aus dem Infoblatt zur Antragsstellung.

Solarthermie – Solare Großanlagen für die Gewinnung von Prozesswärme

Bis 21.9.2012 lief noch das Förderprogramm „Solarthermie – Solare Großanlagen“, es dient der Gewinnung von Messdaten. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse werden für die zukünftige Planung von Prozesswärme in österreichischen Betrieben genutzt. Die erforderliche Größe für eine Demonstrationsanlage, liegt zwischen 100 und 2.000 m² Kollektorfläche. Auch wenn die Frist für diese Förderung bereits abgelaufen ist, sollte man gerade bei Großanlagen bereits jetzt wieder für nächstes Jahr zu planen beginnen, da durch die Wichtigkeit dieses Sektors im Bezug auf CO2-Einsparungen davon auszugehen ist, dass dieses Programm auch nächstes Jahr wieder aufgelegt wird.

Regionale Förderungen

Die österreichischen Bundesländer bieten ebenfalls Förderprogramme für solare Prozesswärme, die sich mit den Förderungen des Bundes kombinieren lassen. Die zuständigen Ansprechpartner der jeweiligen Energieeffizienzprogramme lassen sich am besten über die Seite „klima aktiv“ finden, welche im Dienste des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) steht.

Wir versuchen hier möglichst viele Informationen zu sammeln, können aber durchaus auch mal etwas übersehen, besonders, wenn man von Deutschland aus recherchiert. Falls euch etwas auffällt, oder ihr Zusatzinformationen habt, bitte einfach im Kommentarfeld posten. Ein Artikel in neuen Medien ist bekanntlich erst dann fertig, wenn auch im Kommentarfeld nichts mehr hinzuzufügen ist.

Quellen: Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, klimaaktiv.at, OÖ Energiesparverbandpublicconsulting.at

Bild: pixelio.de | Eva-Maria Roßmann