Ich hab‘ hier auf dem Blog jetzt ja schon so manche Zeile über Pufferspeicher geschrieben. Und bin bei den Recherchen dazu natürlich auch mit unseren Paradigma-Technikern* ins Gespräch gekommen. Zum Beispiel darüber, wie so ein Pufferspeicher idealerweise gebaut sein sollte. Und analog zu dem vielzitierten Traumkörper einer Frau, mit den 90-60-90-Zentimetern für Brust-, Taillen- und Hüftumfang, von denen angeblich jeder Mann träumt, versuche ich im Folgenden, den Traumspeicher zu skizzieren. So, wie ihn sich die Techniker erträumen. Seid gespannt!

Ausgehend von der Funktion, die der Pufferspeicher im Heizsystem erfüllen soll, haben diejenigen, die sich mit den Dingern bestens auskennen, weil sie sie erfinden, bauen oder installieren, in Betrieb nehmen und warten, allerhöchste Erwartungen an den Pufferspeicher ihrer Träume.

Traumhaft wäre demzufolge, dass …

… die Frischwasserstation integraler Bestandteil des Speichers sei. Soll heißen, die Frischwasserstation ist in die Wärmedämmung des Pufferspeichers integriert. Das brächte laut den Technikern so einige Vorteile, unter anderem:

  • geringstmöglicher Platzbedarf im Heizungsraum
  • kürzeste Zuleitungen, was wiederum dazu führte, dass Wärme- und Druckverluste minimiert würden, ebenso der Verbrauch an Elektroenergie, und das bei maximaler Pumpenleistung
  • hohe Montage- und Revisionsfreundlichkeit
  • zentrales Bedien- und Montage-Cockpit für den bequemen Zugang zur Frischwasserstation
  • Sämtliche Komponenten der Anlage ließen sich vorfertigen, was die Montage beschleunigen und komfortabler machen würde.

… sich die Leistung zwischen 0 und 100 Prozent exakt regeln ließe. Das brächte folgende Vorteile:

  • Solltemperatur ließe sich gradgenau regeln
  • die Schichtung der unterschiedlich temperierten Wassermengen wäre nahezu ideal, was wiederum einen sogenannten Mischautomat im Speicherkreis unnötig mache

… sich die maximale Leistung jederzeit abrufen ließe. Der Speicher sollte eine sehr große Warmwasserleistung haben, etwa 90 kW, die zwei, drei oder vier durchschnittliche Haushalte versorgen könnte.

… ein Wärme- anstelle eines Temperaturmanagements möglich sei. Das bedeute, dass sich die erforderliche Nachheizsolltemperatur (auch Speichersolltemperatur genannt) für den Kessel sich automatisch anpassen könnte. Und zwar:

  • dem maximalen Zapf-Volumenstrom
  • dem maximalen Pumpenvolumenstrom
  • den jahreszeitlichen Schwankungen der Kaltwassertemperatur
  • dem Wechsel der Solltemperatur

… die thermische Schichtung ideal wäre. Dafür könnte eine passive, intelligente Schichteinrichtung der hydraulischen Anschlüsse und des elektrischen Heizstabs beim Laden und Entladen des Speichers sorgen.

… die Materialien ökologisch seien. Der Traumspeicher sollte aus Werkstoffen bestehen, die leicht trennbar und wiederverwertbar (recycelbar) seien.

… die Wärmedämmung des Speichers optimal sei und Boden, Deckel sowie gegebenenfalls die Füße des Speichers umfasse. Der Dämmstoff sollte ein Qualitätsdämmstoff sein, der sich recyceln ließe.

… der Speicher gegen Verkalkung geschützt sei. Einem Verkalken beugten laut den Experten gleich mehrere Details vor:

  • das Nachkühlen des Wärmetauschers erfolge mit einer Zirkulationspumpe
  • der Wärmetauscher sei am kühlsten Bereich des Speichers und invertiert angeordnet (also: der heiße Bereich unten, der kalte oben)
  • eine Wärmetauscher-Überhitzung sei aufgrund des großen Volumenstrombereichs der Speicherpumpe (2 bis 100 Prozent) ausgeschlossen
  • an die Absperrventile und die Spülanschlüsse komme man via das Cockpit-Fenster bequem heran
  • der Wärmetauscher ließe sich mühelos tauschen /warten, ohne dass man dazu den Speicher leeren müsse

… sich die Zirkulation intelligent steuern ließe. Denn diese helfe, Wärmeverluste zu vermeiden – und zwar auf vielerlei Weise:

  • separate Sollwerte während der Zirkulation
  • ein kurzer Start der Zirkulationspumpe nach jedem Zapfen kühle den Wärmetauscher
  • die Zirkulationspumpe sei während des Zapfens gesperrt
  • das kurze Betätigen einer Zapfarmatur ersetze die elektrische Tasterfunktion
  • automatische Anschubroutinen ermittelten und minimierten den realen Zirkulationswärmebedarf

… sich statt der Temperatur die Leistung regeln ließe. Eineextrem schnelle Leistungsregelung könnte, so die Techniker, darauf beruhen, dass

  • der Inhalt des Wärmetauschers sehr klein sei, zum Beispiel nur einen Liter betrage
  • die Warmwassertemperatur gesteuert statt geregelt würde
  • der Warmwasserfühler nicht regle, sondern vorwiegend den Status quo und gegebenenfalls Störungen diagnostiziere

Träumt weiter, möchte man sagen, wenn man das schreibt. Es sind alles in allem ja ein paar mehr „Kennzahlen“ als die angeblich vielgeträumten weiblichen Körpermaße 90-60-90, das gebe ich zu. Doch es geht ja hier auch nicht um den traumhaften Körper einer Frau, sondern um einen traumhaften Pufferspeicher.

Und ich mach‘ es jetzt mal ganz kurz: Der Traum vom supidupi Pufferspeicher hat sich ausgeträumt!

Nicht, weil er zu unrealistisch war. Nein, im Gegenteil! Die Fachleute aus dem Hause Paradigma haben ihren Traum von einem Pufferspeicher mit eben diesen aufgezählten Merkmalen schon verwirklicht. Sie nennen ihn „EXPRESSO“ und haben das Traumteil gleich in mehreren Varianten entwickelt. Schaut selbst:

EXPRESSO_Pufferspeicher von Paradigm

*Paradigma ist der Teil der Ritter Gruppe, der sich mit Solarthermie befasst. Die Rittergruppe steht auch hinter unserem Blog – aber das wisst ihr längst!

Habt ihr zu den Traummaßen noch etwas hinzuzufügen? Was fehlt? Gerne dürft ihr im Kommentarfeld auch Tipps hinterlassen welche Geräte diese Traummaße auch erfüllen!

Foto: christophe papke / photocase.de, Grafik: Paradigma