Während wir auf Ecoquent über die Gewinnung von Wärme mittels Sonnenenergie, verschiedene Heiztechniken und -systeme berichten, fällt mir das Thema Energiesparen wieder ein. An allererster Stelle, also bevor wir überhaupt an Nutzung und Installation denken, steht mal das Herunterfahren des Energiebedarfs. Häuser werden gedämmt, Türen und Fenster justiert und isoliert etc. Maßnahmen zur Energieeinsparung. Genau der Punkt interessiert uns auch, wenn wir neue Haushaltsgeräte anschaffen. Wir wollen weniger für Energie ausgeben, also werden unsere Geräte immer sparsamer und effektiver. Und wir? Werden wir auch immer sparsamer?

Als bestes Beispiel fällt mir da Katrins Bericht „Duschfreuden“ ein.

… sonnengewärmtes Wasser. Das gibt ein gutes Gefühl. Ich habe mal gelesen, dass Menschen, die ihr Duschwasser solarthermisch erwärmt bekommen, länger duschen als Verbraucher, die dafür Strom oder Gas benötigen. Manchmal gehöre ich auch zu diesen Genuss-Duschern…

Kann ich verstehen, gerade jetzt wo der Sommer geht, wir hätten es morgens schon gerne drei bis vier Grad wärmer in der Wohnung, ist es ein wohliges Gefühl unter der warmen Dusche zu stehen. Da will man nicht so schnell das Wasser abstellen. Und dass Verbraucher, die solarthermisch erwärmtes Wasser nutzen, länger duschen, als Verbraucher, die Öl, Gas oder Strom dafür nutzen, glaube ich auch gerne. Wir heizen unser Wasser aber mit Strom und man kann sich vorstellen, wie da die Rechnung ganz schön teuer werden kann. Zur Info: Wir leben zur Miete.

Verhalten wir uns anders als vorher?

Wenn ich meine energiesparenden Haushaltsgeräte, wie Waschmaschine, Spülmaschine, Staubsauger etc. nutze, tue ich das anders als früher. Aber warum? Warum laste ich meine Maschinen manchmal nicht mehr so aus wie vorher, warum sauge ich öfter mal Zwischendurch? Weil ich doch Energiespargeräte habe. Ich weiß es auch aus dem Bekanntenkreis, das Licht wird nicht mehr ausgeschaltet, wenn man einen Raum verlässt, Geräte bleiben im Standby-Betrieb, sind ja eh Energiespargeräte… Wie Katrin es schon absolut treffend beschrieben hat:

…Man hat einfach das Gefühl, weniger zu “verschwenden”…

Und ich füge mal meinen Gedanken noch hinzu. Man denkt auch gar nicht mehr so sehr darüber nach, wie vorher. Aber das gute Gefühl ist teilweise trügerisch, glaube in der Fachsprache heißt das dann Rebound Effekt.

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