14 zulassungsfreie Studiengänge an Uni und FH

Der Run auf die Studienplätze für das kommende Wintersemester 2013/14 hat begonnen – rein zahlenmäßig sind genug für alle da, allerdings wird nicht jedeR sein oder ihr Traumstudium am bevorzugten Ort aufnehmen können, denn viele Studiengänge sind zulassungsbeschränkt. Hier sind die Bewerbungsfristen bereits abgelaufen. Doch auch, wer die Frist versäumt hat oder eine Absage bekommt, hat noch Chancen auf einen Studienplatz ab Herbst.

Top-Chancen für Ingenieurinnen und Wirtschaftswissenschaftler

Besonders die Erneuerbaren Energien bieten attraktive Jobchancen: Da sind zum einen die klassischen Ingenieurstudiengänge, aber auch die Wirtschaftswissenschaften gefragt; außerdem werden mehr und mehr auf den Energiebereich spezialisierte und interdisziplinäre Fächer angeboten. Und die beste Nachricht: Viele davon sind zulassungsfrei und an etlichen Hochschulen laufen die Einschreibefristen noch!

Hier unser Last-Minute-Studienführer, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit.

Last-Minute-Studiengänge Erneuerbare Energien WS 2013/14

StudiengangHochschule
Einschreibefrist bis
ArchitekturJadehochschule Oldenburg15.09.2013
Architektur
Hochschule Erfurt30.08.2013
Architektur/Architektura
internationaler Studiengang deutsch/polnisch
BTU*04.10.2013
BauingenieurwesenFachhochschule Kaiserslautern
31.08.2013
BauingenieurwesenHochschule Erfurt30.08.2013
Bauingenieurwesen
Technische Universität Dresden15.09.2013
ElektrotechnikBTU*04.10.2013
ElektrotechnikTU Berlin15.09.2013
ElektrotechnikUniversität Ulm30.09.2013
Energieeffiziente
Systeme
Fachhochschule Kaiserslautern31.08.2013
Environmental and Resource Management
in englischer Sprache
BTU*04.10.2013
Gebäude- und
Energietechnik / Erneuerbare Energien
Hochschule Erfurt30.08.2013
MaschinenbauHochschule Landshut15.09.2013
MaschinenbauTU Braunschweig15.10.2013
MaschinenbauUniversität Rostock30.09.2013
Photovoltaik- und
Halbleitertechnologie
Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena15.08.2013
Regenerative Energiesysteme
Technische Universität Dresden15.09.2013
Regenerative EnergietechnikFachhochschule Nordhausen15.09.2013
Regenerative EnergiewirtschaftFachhochschule Bingen31.08.2013
Technologien Biogener RohstoffeBTU*04.10.2013
UmweltingenieurwesenBTU*04.10.2013
Wirtschaftsingenieurwesen
mit Schwerpunkt Energietechnik
Fachhochschule Kaiserslautern31.08.2013
Wirtschaftsingenieurwesen für Nachhaltige TechnologienFachhochschule Nordhausen15.09.2013
Wirtschaftsingenieurwesen Gebäude- und EnergietechnikHochschule Erfurt30.08.2013

* BTU: Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg ist am 1. Juli 2013 hervorgegangen aus der bisherigen BTU Cottbus und der Hochschule Lausitz (FH).

Noch mehr Studiengänge findet Ihr hier

  • Hochschulkompass der deutschen Hochschulrektorenkonferenz mit Suchmöglichkeiten u.a. nach Stichworten, Studiengang und Zulassungsverfahren: Hochschulkompass
  • Internetportal Studis online, Übersicht über zulassungsfreie Studiengänge im Wintersemester 2013/2014, mit Suchmöglichkeiten nach Hochschule und Studienort: Studis Online

Hier und auf den Internetseiten der Hochschule könnt Ihr Euch über die aktuellen Fristen, die genauen Zulassungsvoraussetzungen und die Abschlüsse informieren. Die meisten Studiengänge schließen mit einem Bachelor ab, da ich nur grundständige Studiengänge ausgewählt habe, die zu einem ersten Abschluss führen. Studiengänge mit hohen Studiengebühren (z.B. von privaten Hochschulen) habe ich ausgespart, aber es fallen je nach Hochschule Semestergebühren an.

Zulassungsfrei ist nicht gleich voraussetzungslos

„Zulassungsfrei“ bedeutet, dass die Studiengänge nicht mit einem Numerus Clausus beschränkt sind, d.h. Eure Noten sind nicht so wichtig. Allerdings kann die Zulassung von anderen Voraussetzungen abhängig sein:

  • Schulabschluss: Allgemeine Hochschulreife, Fachhochschulreife, Studieren ohne Abitur und gleichwertige Abschlüsse
  • Vorpraktikum
  • Eignungstest (häufig bei Architektur)
  • Sprachkenntnisse (bei mehrsprachigen oder internationalen Studiengängen)

Uni oder FH, Lehre oder Studium?

Wenn Ihr es Euch aussuchen könnt: Ob wissenschaftlich orientierte Uni oder praxisnähere FH ist meines Erachtens nicht so wichtig, da Ihr später immer noch einen Master draufsatteln könnt. Spätestens seit der Bologna-Reform gibt es ja die tollsten Kombinationen. Wobei im öffentlichen Dienst und so manchem Unternehmen immer noch sehr viel Wert auf eine universitäre Ausbildung gelegt wird. Mancherorts wird auch eine duale Ausbildung angeboten, d.h. man kann gleichzeitig eine Lehre machen und ein Studium absolvieren – sofern man einen passenden Ausbildungsbetrieb findet und die Hochschule dies anbietet.

Begrüßungsgeld im wilden Osten statt Österreich

Die besten Studienplätze sind nicht immer in Berlin, Hamburg oder München. Manchmal ist die „Provinz“ sogar die bessere Wahl: Die Hochschulen sind überschaubarer und wo der Ansturm nicht allzu groß ist, empfangen die Unis und FHs ihre Studierenden mit offenen Armen. Manche Städte – vor allem, wenn sie unter Einwohnerschwund leiden wie viele Gegenden Ostdeutschlands – locken sogar mit einem „Begrüßungsgeld“ für studentische Neubürger. Außerdem sind die Wege kurz und die Lebenshaltungskosten niedrig – und Kneipen gibt es überall!

A propos Studienort: Ich habe mich hier auf deutsche Hochschulen beschränkt. Denn, liebe Österreicher und Österreicherinnen, ich weiß ja, Ihr mögt es gar nicht, wenn die Nachbarn Euch die Studienplätze klauen, was wegen des einfacheren Zulassungsverfahrens gut möglich ist. Aber schickt doch einfach ein paar Studis nach Deutschland, dann gleicht es sich wieder aus 🙂

Foto: Maximilian Schönherr | de.wikipedia.org