Erstmal vorweg. Es gibt echt keine ansprechenden Bilder von Pufferspeichern (warum eigentlich?), deshalb erspar ich euch das und hoffe den ein oder anderen Fotografen mit meiner Erklärung das Thema vielleicht etwas schmackhafter zu machen. Wie versprochen versuchen wir zu erklären wie nun die Komponenten im Detail aussehen. Heute ist der Pufferspeicher dran.

Was ist ein Pufferspeicher?

Und wozu wird dieser in der Solarthermie benutzt? Auf der Suche nach Antworten darauf, durchforste ich das Internet und bekomme einen Eindruck. Zusammengefasst würde ich es so beschreiben: Der Pufferspeicher dient in der Solarthermie als besonderer Wärmespeicher. Ob für Heizzwecke oder zur Warmwasserbereitung, er leistet den Ausgleich zwischen erzeugter und benötigter Wärme. Er funktioniert als Zwischenspeicher, bis die erwirtschaftete Wärme benötigt wird. Der Pufferspeicher ist eine Sonderform des Wärmespeichers, wesentlichster Unterschied zu herkömmlichen Wasserspeichern ist die Kombination für die Trinkwasserbereitung und Wärmebevorratung. Auch eine angeschlossene Frischwasserstation kann von der gespeicherten Wärme des Pufferspeichers gespeist werden.

Heizen mit der Sonne

Bei Nutzung der Sonnenenergie zum Heizen mit Flach- oder Röhrenkollektoren gewinnt man dann die meiste Wärme, wenn sie am wenigsten benötigt wird, um die Mittagszeit. Der Pufferspeicher hat nun die Aufgabe, das teils stark erwärmte Wasser zu speichern und dann zur Verfügung zu stellen, wenn es gebraucht wird. Das ist meist dann, wenn die Sonne nicht mehr scheint, morgens oder abends.

Wie funktioniert ein Pufferspeicher?

Der Pufferspeicher stellt also Wärme dann zur Verfügung, wenn Bedarf besteht. Drehen wir abends die Heizung auf, weil es draußen kalt geworden ist, soll er uns die nötige Wärme liefern. Der Pufferspeicher sollte deshalb über eine gute Isolation verfügen, denn unter Umständen kann es erforderlich sein die gewonnene Wärme über viele Stunden zu halten, bis sie benötigt wird. Zum anderen funktioniert der Pufferspeicher durch Temperaturschichtung, kaltes Wasser unten, warmes Wasser oben. Man macht sich hier physikalische Eigenschaften von Wärme und Kälte zu Nutze, lese ich. Kälte hat die Eigenschaft zu sinken und Wärme aufzusteigen, so habe ich das in Physik gelernt. Warmwasserzu-(Vorlauf) und –abläufe, sind deshalb am oberen Teil des Pufferspeichers angebracht. Kaltwasserzu- (Rücklauf) und –abläufe sind am unteren Teil des Pufferspeichers zu finden. So sieht es für mich jedenfalls aus, wenn ich mir die Bilder hier anschaue und das Gelesene richtig interpretiere.

Der Pufferspeicher kann, neben Solarthermie, auch mit anderen Heizsystemen kombiniert werden. Genügt die Sonne zum Erwärmen des benötigten Wasser nicht, springt zum Beispiel die angeschlossene Pellets- oder Gas-Heizung an und erwärmt das Wasser. Und hier lese ich auch, dass durch den Puffer das verbrauchsintensive An- und Ausgehen der Anlage vermindert wird und das wohl zu mehr Effizienz beiträgt.

Um für Solarthermie Wirtschaftlichkeit zu erzielen ist die Abstimmung der Komponenten wichtig

Der beste Kollektor bringt also nichts, wenn der Pufferspeicher nicht optimal auf den Kollektor abgestimmt ist? Da gilt das Gleiche wohl auch für die benötigte Menge an Warmwasser? Da sollte vorher der Bedarf ermittelt werden und von einem Fachmann  gut eingestellt werden, denke ich.

Auch die Frage ist natürlich vorher zu klären: Soll nur Warmwasser bereitet oder auch die Heizung unterstützt werden? Die Kollektoren sollten ja wohl auch in der Lage sein, ausreichend Wärme zu sammeln und das Fassungsvermögen des Pufferspeichers dementsprechend gegeben sein. Da ist es, glaube ich, ganz wichtig, diese Komponenten gut aufeinander abzustimmen, sonst könnte die Wirtschaftlichkeit einer Solarthermie-Anlage auch nicht gegeben sein. Oder sehe ich das falsch?

Quellen: Fachliteratur: Erneuerbare Energien und Klimaschutz von Volker Quaschning, Wikipedia, capito-gmbh.de, Paradigma.de, bosy-online.de, energiesparen-im-Haushalt.de
Foto: pixelio.de | (c) Andreas Morlok