Letzte Woche haben wir über die Verbände im Solarthermie-Bereich berichtet. Heute gehen wir etwas tiefer. Die European Solar Thermal Industry Federation, kurz ESTIF genannt, ist der europäische Dachverband der Solarthermie-Branche. ESTIF vertritt 95 % des heutigen Solarthermie-Marktes, mit mehr als 100 Mitgliedern, die aus Herstellern, Dienstleistern und nationalen Verbänden der Solarthermie-Branche bestehen. Die Hauptgeschäftsstelle befindet sich im Renewable Energy House, in Brüssel, Belgien, lese ich auf deren Seite.

Die Aufgaben der ESTIF

Die Aufgaben der ESTIF sollen vorrangig im Erreichen einer großen Markt-Akzeptanz für solarthermische Wärme und Kälte liegen. Dabei soll das Potenzial der Solarthermie endlich ausgeschöpft werden und das nachhaltige Heizen und Kühlen stärker in den europäischen Markt eingebunden werden.

Um diese Mission zu erfüllen, macht sich die ESTIF politisch stark und engagiert sich darüber hinaus:

  • Partner der EU-Institutionen zum Zweck der politischen Beratung und Umsetzung von Förderprogrammen für erneuerbare Energien bezüglich solarthermischen Heizens und Kühlens sein.
  • Das solarthermische Heizen und Kühlen dahingehend zu fördern, das bis 2020 ein Quadratmeter Kollektorfläche pro Europäer erreicht wird.
  • Unterstützung seiner Mitglieder im Umgang mit Umgang mit EU-Institutionen, Programmen und politischen Fragen.
  • Für die Abschaffung aller bestehenden Handelsbarrieren zu sorgen und so den weiteren Marktausbau zu forcieren
  • Die Ausrichtung und Verbesserung baulicher Umweltmaßnahmen durch EU Initiativen zu verbessern
  • Entwicklung und Förderung verbraucherorientierter Instrumente, die für mehr Vertrauen und Transparenz sorgen. (Solar Keymark)
  • Das solarthermische Potenzial deutlich herausstellen, wobei der Schwerpunkt hier auf Europa ausgerichtet ist. Doch eine Stärkung Europas wirkt sich auch günstig auf andere Länder aus.

Transparenz wird wichtiger

Als Mitglied der ESTIF genießt man also viele Vorteile und stärkt gleichzeitig die solarthermische Gemeinschaft und das Vorankommen der Solarthermie. Bestimmt, Gemeinschaft macht ja bekanntlich stark. Da der europäische Dach-Verband unter anderem großen Wert auf Vertrauen und Transparenz des Endverbrauchers legt, werden Normen und Label, wie die Solar Keymark weiterentwickelt. Seit November 2011 gibt es als Anlage zur Solar Keymark das Datenblatt 2, das dem Endverbrauchen einen objektiven Vergleich von Kollektoren erlaubt. Ein wichtiger Schritt in Richtung Unabhängigkeit.. Die Solar Keymark Datenbank liegt bei der ESTIF und ist hier zu erreichen.

In einem weiteren Beitrag erklären wir euch, wie man sich in der Solar Keymark Datenbank am besten zurechtfindet. Wenn Ihr nichts verpassen wollt, abonniert doch einfach die wöchentliche Mailzusammenfassung. Geht schnell und ist kostenlos, einfach E-Mail rechts in der Sidebar eintragen und abschicken, fertig! Ab sofort bekommt ihr dann jeden Sonntagmorgen pünktlich zum Frühstück eure Ecoquent-Lektüre.

Quelle: http://www.estif.org/

Foto: Oliver Killig